Das Kitzbüheler Projekt

Weniger Engerlinge durch Milieusteuerung

Engerlinge sind Käferlarven, die Wurzeln fressen und so die Pflanzen und das Grünland schädigen. Die Schäden in Österreich sind regional teils beträchtlich. Und so werden Sie die Schädlinge auf natürliche Weise wieder los:

Der Klimawandel verstärkt den Streß für Boden und Pflanze. Dieser Streß schwächt die Wurzeln und verschlechtert das Bodenmilieu, u.a. unter verstärkter Bildung von freien Sauerstoff-Radikalen, was zu weiterer, unerwünschter Oxidation im Boden führt. In dieser strukturellen Schwäche scheint Engerling leichter seine Nahrung aufnehmen zu können.

Gegenmaßnahmen

Es gibt ein ganzes Bündel an möglichen Gegenmaßnahmen: So wird Grünland neu angelegt, Pilzgerste in den Boden gelegt, der Boden belüftet/geschält oder Insektennetze gespannt. Aber letztlich taucht der Engerling dann zeitversetzt wieder auf. Ältere Bauern halten es auch gern mal mit der Weisheit: „Der Engerling kommt, der Engerling geht“ und setzen damit auf die Zeitkarte.

Ursache des Massenvorkommens = Verändertes Milieu

Leben im Boden wird über Milieus gesteuert, einem Zusammenspiel aus Bakterien, Pilzen, Viren sowie der Bodenaktivität und dem Streßlevel des Bodens und der Pflanze. Mit Redoxpotentialen sind diese Milieus sehr gut und relativ einfach meßbar:

Steuerung der Lebensprozesse

Jede Zelle (Boden, Mensch, Tier, Pflanze) wird über Oxidation und Reduktion (=Redoxpotentiale)gesteuert.

Niedrige Redoxpotentiale sind positiv und binden freie, aggressive Sauerstoffradikale. Sie reduzieren den Pflanzenstress und verbessern das Wachstum sowie die Lagerfähigkeit und sogar die Mineralversorgung in den Pflanzen.

Hohe Redoxpotentiale gelten als negativ und weisen auf gestörte und geschwächte Systeme hin.

Konventionell bewirtschaftete Böden zeigen Redoxpotentiale tendenziell von 500-600 mV, ökologisch bewirtschaftete liegen bei 450-400 mV. Diese niedrigeren Werte sind ein Beleg für gesündere Bodenstrukturen.

Anwendungsempfehlungen

Zur Bekämpfung von Engerlingen oder Drahtwürmern muß die Anwendung hochdosiert mit 10 to/ha Sandilit medium Vulkansand erfolgen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Dieser Vulkansand ist über den örtlichen Landhandel erhältlich, ein Händlerverzeichnis erhalten Sie unter www.biolit-natur.com.

Die Anwendung sollte im Herbst oder im Frühjahr erfolgen und über 3 Jahre fortgesetzt werden mit weiteren Gaben von 3to/ha zur Stabilisierung des Milieus.

Erfolgsaussichten von Biolit bei Engerlingen

Bei einem Befall mit Engerlingen oder Drahtwürmern können Sie meist mit einem Erfolg binnen einer Vegetationsperiode rechnen. Die Einsatzmenge entscheidet über den Erfolg. Si e müssen unbedingt eine Mindestmenge von 10to/ha beachten!
Mit dieser Gabe fördern Sie zugleich die Verbesserung der Struktur Ihres Grünlands: Klee wächst ohne Nachsaat nach, vorhandene Lücken schließen sich, das Grünland erhält verbrauchte Mineralien zurück und die Anteile von Gräsern, Kräutern und Klee wird wieder ausgewogener im Sinne einer besseren Grundfutterverzehrsleistung (bis zu 15% mehr).

Bezugsquelle: Lagerhäuser, privater Landhandel, Biovermarktung Zwettl

Autor: Peter Gockel
Hartsteinwerk Kitzbühel
Fachberatung für Landwirtschaft, Biogas und Gewässersanierung
Mail: peter.gockel@biolit-natur.com

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