Das Kitzbüheler Projekt: Milieusteuerung im Boden

Im Stall herrscht naturgemäß ein bestimmtes Milieu aus Bakterien, Pilzen und Viren. In der Natur ist dieses Milieu tendenziell ausgeglichen, im Stall mit seinen speziellen Lebensbedingungen ist das schwieriger. Wie gut das mikrobielle Milieu im eigenen Stall funktioniert, kann jeder Bauer selbst anhand seiner Fälle mit Durchfallkälbern, Mortellaro oder anderen Erkrankungen beantworten. Wie kann dieses mikrobielle Milieu nun gesteuert werden?

Vom krankmachenden Kreislauf zum gesunden Bestand
Die Kühe stehen im Stall und fressen Gras. Das Gras, das Sie zum Fressen bekommen, wurde aber vorher mit Gülle behandelt, die häufig unbehandelt bleibt und daher mit Keimen und Pathogenen belastet ist. Nach der Ausbringung im Grünland verändert sich im Laufe der Jahre die ursprünglich gesunde Pflanzengesellschaft. Es entstehen Narben und Lücken. Der Anteil saurer Gräser wächst und ein schlechterer Futterwert stellt ein. Der Anteil von Hahnenfuss oder anderen unerwünschten Unkräuter nimmt ebenfalls zu, der Anteil an Kleegras nimmt ab. Zudem überdauern pathogene Keime wie z.B. Clostridien im Grünland und gelangen nach dem Schnitt auf diese Weise wieder in den Verdauungstrakt der Kuh.
Die Folge sind hohe Tierarztkosten und Grünlandflächen mit verringertem Futterwert - vor dem Hintergrund der unbefriedigenden Einkommenssituation in der heutigen Milchwirtschaft.

Der gesunde Weg mit Milchsäurebakterien
Diese ungünstige Entwicklung der Mikrobiologie mit krankmachenden Keime kann man recht effizient und mit einfachen Mitteln verbessern durch gezielte mikrobielle Milieusteuerung. Hier kommt jetzt ein einfacher Mechanismus der Natur ins Spiel, den wir im Rahmen des Kitzbühler Projekts seit 15 Jahren mit mehr als 100 Landwirten aus dem Großraum Kitzbühel ständig verbessert haben:
Die Milchsäurebakterien und vulkanische Mineralien sind seit Jahrmillionen ein eingespieltes Team in der Natur. Das kann jeder Bauer für sich selbst ganz leicht selbst feststellen. Wenn es bei Ihnen nach dem Essen von Bratwürsten mit Sauerkraut Stunden später im Darm rumort, dann ist das ein klares Signal eines Mangels an Milchsäurebakterien. Sie schützen unseren Darm vor unerwünschten Prozessen, wie Angriffen von Viren oder „bösen“ Bakterien. Wenn Sie jedoch kein Rumoren verspüren, dann ist anzunehmen, dass Sie ausreichend Milchsäurebakterien im Darm haben. Beim Milchvieh funktioniert diese Steuerung vergleichbar.

Über die unverzichtbare Rolle vulkanischer Mineralien
Betrachten wir nun die Mineralien. Sie sind wichtig, um das Grünland widerstandsfähiger gegen Schadpilze zu machen. Im Rahmen des Kitzbüheler Projekts fanden wir heraus, dass es nicht genügt, bei Mangelzuständen Einzelstoffe wie Zink oder Schwefel im Grünland einzusetzen, um den Bestand zu optimieren, also in Richtung eines höheren Kleenanteils und eines geringeren Kräuteranteils.
Es kommt wirklich darauf an, die wichtigsten 10 Hauptnährstoffe und 22 Spurenelemente einzusetzen, die das Grünland benötigt in Verbindung mit einer großen Portion Silicium.

Mehr Klee ohne Nachsaat und höhere Grundfutterverzehrsleistung
Im Grünland erzeugt eine mikrobielle Milieusteuerung aus Mineralien und Mikroorganismen (Produktname BIOLIT FEIN plus) die gewünschte Veränderung im Bestand in Richtung eines höheren Kleeanteils. Es wächst der Klee ohne Nachsaat nach und der Anteil der Unkräuter geht zurück, beim Hahnenfuss ist das häufig schon nach einer Vegetationsperiode zu erkennen. Dieses Grünfutter wird von den Kühen mit deutlich mehr Leidenschaft gefressen und bringt auch eine höhere Grundfutterverzehrsleistung um ca. 15%.

Redoxwerte als Steuerungsinstrument der Bodenfitness
Neueste Erkenntnisse aus der BIOLIT Forschung zeigen klar und unmißverständlich, daß BIOLIT als Gesteinsmehl und auch als Vulkansand (Körnung 0-2mm) das Milieu im Boden deutlich verbessert, was letztlich über reduziertere Redoxwerte im Vorher-Nachher Vergleich heutzutage auch meßbar ist. Mehr Reduktion im Boden bedeutet zugleich schlechtere Lebensbedingungen für bodenbürtige Pilze wie Fusarien und viele mehr. Daher können sich in diesen reduzierteren Böden auch Lebensgemeinschaften zur Erzielung einer besseren Bodenfitness wieder einstellen. Während unbehandeltes Grünland tendenziell Redoxwerte von 500 mV aufweist, so zeigen mehrjährig mit BIOLIT behandelte Flächen Werte um 400 mV. Diese Reduktion um 100 mV allein erhöht die Streßfestigkeit der Pflanzen und der Bodenlebewesen um den Faktor 5, wie der Physiker Bernhard Staller berichtet.

Die aktiven Milchsäurebakterien bewirken eine mikrobielle Milieusteuerung von der Gülle über das Grünland bis in den Pansen der Kuh. Alle wichtigen Mineralien und die notwendigen Milchsäurebakterien sind im BIOLIT Vulkangesteinsmehl bereits enthalten.

So benötigen beispielsweise die Milchsäurebakterien das Mineral Kobalt, das im BIOLIT enthalten ist und wandeln es zur Vorstufe von Vitamin B12 um – in Probalamin – dieser Komplex ist extrem wichtig für die Pansengesundheit der Kuh.

Die Erfahrung zeigt, dass speziell das in Oberndorf in Tirol produzierte basisch silikatische Vulkangesteinsmehl BIOLIT mit seiner Mineralstoffvielfalt die gewünschte Förderung der nützlichen Mikroorganismen in Dünger und Boden mit Auswirkungen bis zum Käsearoma bewirkt und ganz nebenbei auch die Ausgasung bzw. Geruchsbelästigung der Gülle deutlich reduziert wird.

Ich lade jeden Leser gern zu einem Werksbesuch ins Hartsteinwerk Kitzbühel ein, um ein ganz besonderes Wunder des Lebens zu betrachten. Auf Hügeln mit sandigem Vulkangestein wachsen kleine Bäumchen. Beim Ausgraben dieser Bäumchen stellt man sofort einen extrem harten Stengel fest – so fest wie Metallkleiderbügel. Die Wurzeln sind fein verzweigt und das Stock-Wurzel-Verhältnis beträgt 1:4 . Die wirkliche Besonderheit sind aber die fest an den Wurzeln anhaftenden Ton-Humuskomplexe mit absolut stabiler Aggregatstruktur. Untersuchungen der Mikrobiologie auf DNA-Basis zeigten einen hohen Anstieg der Azotobacter und Actinomyceten in der Rhizosphäre – im Gegensatz zur Kontrolle aus reinem Vulkansand ohne pflanzliche Besiedlung. Das Wunder des Lebens, der Übergang von der Anorganik in das Leben, findet also an der Pflanzenwurzel statt und hier wird der Vulkansand stabil humifiziert.

Bei Weizen konnten wir eine Humifizierungszeit von nur 4 Wochen nachweisen – mit stabil hohen Humuswerten in der Rhizosphäre. Das Mikroklima an der Wurzel wird also durch Biolit nachhaltig optimiert. Tests mit Forstpflanzen erbrachten bei Biolitgabe – direkt an die Wurzel appliziert – eine verbesserte Anpflanzungsqualität von ursprünglich 40-50% auf 65-78%.

Mehr Infos:

BIOLIT Fachberatung
Peter Gockel
Hartsteinwerk Kitzbühel
Peter.gockel@biolit-natur.com
www.biolit-natur.com

BIO-LIT macht Boden fit.