FAQ - Die häufigsten Fragen über BIOLIT

Sind die BIOLIT-Mineralien pflanzenverfügbar?

Die meisten Mineralien im Biolit liegen zunächst einmal in einer nicht pflanzenverfügbaren Form vor. Die Pflanzenverfügbarkeit entsteht durch "silikatische Verwitterung", die wissenschaftlich gut belegt ist:
Regenwasser kommt in Verbindung mit leichten Säuren im Boden, es entsteht eine leichte Kohlensäure. Diese wiederum wittert die Gesteinspartikel des BIOLIT an und präpariert die enthaltenen Mineralien heraus. Nun können die Mikroorganismen des Bodens (und die Mikroorganismen vom BIOLIT) diese Mineralien aufnehmen und verstoffwechseln. So benötigen z.B. Milchsäurebakterien neben Kohlenhydraten auch Mineralien, um zu überleben. Hierzu zählt z.B. Kobalt (Co), das die Milchsäurebakterien benötigen, um Vitamin B12 zu produzieren. Dieser Verwitterungsprozess scheint in der Rhizosphäre in unglaublich kurzer Zeit abzulaufen, wie diverse Beobachtungen mit Weizen aus 2018 nahelegen. Dort konnte innerhalb von nur 5 Wochen nach Saataufgang eine Umwandlung der Biolit-Gesteinspartikel in Ton-Humus-Komplexe mit waldbodenartig, karottigem Geruch festgestellt werden. Entsprechende Untersuchungen der Mikrobiologie erfolgen derzeit.

Was bedeutet "garantierte Mahlfeinheit"?

Das BIOLIT-Verfahren gewährleistet eine einzigartige, besonders feine Körnung von BIOLIT.

In Steinwerken fallen durch das Brechen der Steine regelmäßig Stäube an. Diese müssen aus Umweltgründen natürlich abgefangen werden. Diese Stäube werden unter der Bezeichnung FÜLLER auch in die Landwirtschaft verkauft. Diese Füller bestehen aber häufig aus ca. 40% Sandanteilen, sind also zu grob für landwirtschaftliche Zwecke. Eine bodenwirksame Korngröße ist kleiner als 0,063mm und hier beginnt das BIOLIT-Verfahren. In einem zusätzlichen Mahlprozess wird das uneinheitliche Füllermaterial nochmals vermahlen und eine mahltechnisch maximal machbare Feinheit von 95% < 0,09mm hergestellt. Der bodenwirksame Anteil der vorhandenen Korngrößen im Biolit ist also um ein Vielfaches größer als beim technisch einfachen Füller. Dieser Mehraufwand lohnt sich, denn BIOLIT sinkt in der Gülle nicht ab, weil Biolit zuverlässig an den Kotpartikeln in der Gülle haftet.

Was bewirken aktive Milchsäurebakterien?

Die "aktiven Milchsäurebakterien" sind ein Mix aus diversen Arten an Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien.
Sie stammen aus einer Käseproduktion in Österreich.
Sie wirken bodenverbessernd und die Milchsäurebakterien wandeln ein bestehendes Fäulnismilieu in ein gewünschtes Rottemilieu.

Hierzu benötigen die Milchsäurebakterien jedoch Mineralien, die im BIOLIT enthalten sind (Fe, S, Co, Mo, etc). Das ist auch der Grund, warum die Mineralien des BIOLIT diesen Bakterienzusatz beinhalten.

Gibt es Schwermetalle im BIOLIT?

Biolit besteht aus silikatischem Diabasgestein. Die Werte für Schwermetalle im Biolit sind geringer als die allseits vorhandene, geogene Grundbelastung. Die Grenzwerte der deutschen und österreichischen Düngemittelgesetze werden unterschritten, Biolit wäre sonst auch nicht verkehrsfähig. BIOLIT ist auch FIBL und INFOXGEN registriert, daher zugelasssen für den Ökolandbau.

Über Aluminiumdioxid im Biolit

Aluminiumdioxid Al2O3 ist ein Tonmineral, das natürlicherweise in der Natur überall vorkommt und wichtig für den Erhalt der Bodenstruktur ist. Es hat mit industriell hergestelltem Aluminium nichts zu tun. Solange die Aluminium-Ionen oberhalb von einem pH-Wert von 4,2 sind, bleiben sie gebunden. Bei einer Versauerung von Böden kann es jedoch zum Absinken des pH unter 4,2 kommen. Dann kommt es zur Freisetzung von Al-Ionen aus dem Kristallgitter silikatischer Bodenminerale. In diesem Fall würde es Pflanzennährstoffe wie Calcium oder Magnesium durch einen Antagonismus verdrängen. In der Praxis ist ein Boden pH unter 4,2 ein echtes Alarmzeichen für einen hochgradig erkrankten Boden, dessen Regulation vollständig aus dem Ruder gelaufen ist. Unter diesen Umständen wäre eine Sanierung des Bodens im Sinne einer Remineralisierung in Verbindung mit Zwischenfrüchten, minimalwendender Bodenbearbeitung und vielen weiteren Schritten ein richtiger Schritt. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in einschlägigen Lehrbüchern wie Scheffer/Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde (2018, S.30ff/S.200)

Was bedeutet REMINERALISIERUNG von Böden?

Die Versauerung der Böden führt zu einer schleichenden Entmineralisierung, die beispielsweise an den Fichtennadeln im Fichtelgebirge dokumentiert wurde (ALEWELL et al. 2000, Uni Bayreuth. Standorte Coulissenhieb, Steinkreuz). Durch einfache Gabe von BIOLIT im Grünland oder auf dem Acker bekommen die Böden verbrauchte Mineralien wieder zurück (11 Hauptnährstoffe und 22 Spurenelemente). Diese Remineralisierung funktioniert auch bei Fichten in Gefährdungsgebieten für Borkenkäfer. Es gibt etliche BIOLIT Waldbauern, die ihren Waldbeständen mit BIOLIT eine regelmäßige Kompensationsbehandlung gönnen und nun in Zeiten massiver Käferschäden weiterhin stabile Fichtenbestände haben. Bei Georg Sams aus Straßwalchen in Österreich kann man den Unterschied im Bestand sogar live bei Google Maps ansehen. Wir übersenden die Koordinaten gern auf Anfrage.
BIOLIT unterstützt das amerikanische Projekt REMINERALIZE

BIO-LIT macht Boden fit.