Vor 440 Mio Jahren: Am Anfang war der Vulkan

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Das Hartsteinwerk Kitzbühel gründet auf einem unterseeischen Vulkan, der vor circa 440 Mio Jahren ausgebrochen ist.

Basaltische Lava drang in unterseeische Zerrfugen ein, die durch bis zu 4 km tiefe Absenkungen entstanden sind.
Im Zuge der nachfolgenden Alpenbildung erfolgte unter dem Einfluß von Druck (2000 bar) und Temperatur (ca. 400°C) eine Umwandlung der basischen Laven in ihr heutiges Erscheinungsbild.

"Die rötlich violetten Ablagerungsflächen der vulkanischen Aschen sind noch heute im Steinbruch großflächig sichtbar". (Anmerkung Peter Gockel)

Quelle (vereinfacht nach):
SOMMERER, A.(1992): Die Geologie der Diabaslagerstätte in Oberndorf bei Kitzbühel
Link: https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/122_Kitzbuehel.pdf

1950 Die Gründerjahre

1950 Die Gründerjahre
Dipl. Ing. Franz Cervinka

Der Unternehmer Dipl. Ing. Franz Cervinka gründete 1950 das Hartsteinwerk Kitzbühel und ahnte zu dieser Zeit noch nicht, daß dieser Vulkan qualitativ besonders hochwertige Gesteinsqualitäten für die Landwirtschaft und den Forst beherbergt.

In den Gründerjahren bescherte die hohe Festigkeit des Gesteins eine boomende Anwendung als Bahnschotter für die ÖBB. So begann der Aufschwung im Unternehmen. Gesteinsmehle sind zu dieser Zeit, wie in jedem Hartsteinwerk, als sogenannte Entstaubungsfüller angefallen. An eine Anwendung in der Landwirtschaft als Bodenverbesserer dachte zu dieser Zeit noch niemand.

Und doch existierte die Idee, Steinmehl als Bodenverbesserer für die Landwirtschaft einzusetzen, schon länger. Es sind hierüber Berichte aus der Steinzeit bekannt, aber spätestens 1894 hat der Klassiker von Julius Hensel "Brot aus Steinen" für einen ersten Hype um die Anwendung von Gesteinsmehl in der Landwirtschaft gesorgt. In den Kriegswirren schrieb UTERMÖHLEN (1934) zwar eine wichtige Abhandlung, dieses Wissen ging aber vorübergehend verloren: Nach dem Krieg begann ein anderer Hype - um die hohen Erträge mit mineralischer Düngung.

Obwohl der Grundstein für die breite Anwendung von Vulkangesteinsmehl erst 1968 durch die bahnbrechenden Arbeiten von RUSCH und MÜLLER gelegt wurde, erforschten beide Wissenschaftler bereits seit den 50er Jahren die Wirkungen der Steinmehle. Das führte 1959 dann zur Gründung des ORBI-Vereins mit Sitz in Linz. Dieser Verein war Jahrzehnte bestimmend in der ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft in Österreich. Daher wundert es nicht, daß die Anwendung von Steinnmehl für die Landwirtschaft erst nach den Gründerjahren am Hartsteinwerk beginnen konnte.

Heute bewahrt der Verein ORBI dieses Gedankengut über die Anwendung von Steinmehl in der Landwirtschaft und ist Herausgeber einer sehr lesenswerten Zeitschrift über die Anwendung von Gesteinsmehlen. ORBI ist die Förderungsgemeinschaft für organisch-biologischen Landbau in Österreich.
1959 wurde sie gegründet und trug 20 Jahre lang allein den organisch-biologischen Landbau in Österreich. ORBI setzt als Schwerpunkt auf die innovative Anwendung von Vulkangesteinsmehl in der Landwirtschaft. Daher gibt es auch eine enge Beziehung von BIOLIT zu ORBI, auch mit Fachartikeln im ORBI-Magazin.

Link zur Website: https://www.orbi.or.at/o/

Buchtipp: BROT AUS STEINEN
HENSEL, Julius (1890): Das Leben: Seine Grundlagen und die Mittel zu seiner Erhaltung. Leipzig.
https://www.amazon.de/Das-Leben-Grundlagen-Mittel-Erhaltung/dp/1247003388

HENSEL, Julius (1894): Brot aus Steinen. Philadelphia.
https://www.amazon.de/Brot-Aus-Steinen-John-Schacher/dp/1447668030

RUSCH H. P. (1968): Bodenfruchtbarkeit, 2. Auflage, Karl F. Haug Verlag
https://www.amazon.de/Bodenfruchtbarkeit-Eine-Studie-biologischen-Denkens/dp/3922201458/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=EL6JD4SJ96DA&keywords=rusch+bodenfruchtbarkeit&qid=1572621533&sprefix=rusch+bodenfr%2Caps%2C230&sr=8-1

UTERMÖHLEN, Karl (1934): Das Urgesteinsmehl als Quelle der Fruchtbarkeit, dem Fundament zum Aufbau des Deutschen Volkes. 3., stark erweiterte und umgearbeitete Auflage. K. Rohm, Lorch 1934.

1968 Die Anfänge von BIOLIT

Kurz nach der Publikation von Dr. RUSCH im Jahre 1968 kommt ein landwirtschaftlicher Experte aus der Schweiz im selben Jahr, also 1968, scheinbar zufällig ins HWK und fragt nach, welches Gestein man in Oberndorf gewinnen würde. Er war offenbar auf der Suche nach geeigneten Vulkangesteinsmehlen, über die RUSCH kurz vorher publizierte.

Das machte Franz Cervinka, den Firmengründer, neugierig und im Laufe des Gesprächs erfuhr er von dem Schweizer, daß gewisse Gesteine für den Boden und das Wachstum der Pflanzen wichtig seien und zog dabei Vergleiche mit dem bekannten Nilschlamm: Dieses basisch silikatische Vulkangesteinsmehl vom Hartsteinwerk sei zur Verbesserung des Pflanzenwachstums sehr gut geeignet, was im Klassiker von SCHEFFER/SCHACHTSCHABEL nachlesbar ist.

Kurzerhand wurde der bis dato entsorgte Entstaubungsfüller (er wurde bis zu diesem Zeitpunkt vergraben) testweise an Landwirte aus der Umgebung verschenkt, überwiegend als Einstreu für den Stall mit 0,5 kg/GVE/Tag. Obwohl die Körnungen damals mit bis zu 0,190 mm relativ grob waren, waren erste Erfolge im Stall sichtbar. Die Schwemmkanäle wurden frei und die anfallende Gülle dünnflüssiger. Aufbauend auf den bekannten Arbeiten der damaligen Zeit (RUSCH, UTERMÖHLEN, HENSEL) wusste man schon, dassfeineres Gesteinsmehl besser wirkt und konnte mit den damaligen technischen Möglichkeiten die Körnung sogar auf 0,125 mm verbessern. Die Ergebnisse sprachen für sich:

Es wurden ca. 1.000 t/Jahr Vulkangesteinsmehl pro Jahr verkauft: Die nachgefragte Menge war aber größer als die produzierbare Menge.

Quellenangaben:
SCHEFFER/SCHACHTSCHABEL (2017): Lehrbuch der Bodenkunde.

1982 DI Georg Abermann

Mit dem steigenden Erfolg in der Vermarktung des Entstaubungsfüllers als Bodenverbesserer stieg das Interesse des Unternehmers Franz Cervinka an Informationen über die Hintergründe, warum dieses spezielle Vulkangesteinsmehl Böden nachhaltig verbessert, Bodenverdichtungen auflöst und im Grünland Klee auch ohne Nachsaat von allein nachwächst.

Von Neugier getrieben, fuhr er zur regionalen Landwirtschaftskammer und suchte das Gespräch mit dem dortigen Amtsleiter, DI Georg Abermann.
Seine Antworten gefielen Franz Cervinka so gut, dass er DI Georg Abermann sofort einstellen wollte, dieser aber brüsk ablehnte. Wenige Wochen später meldete sich dennoch Herr Abermann und fragte nach, ob das Angebot noch gelte. Beide Partner fanden eine Übereinkunft und Herr Abermann begründete hiermit den Siegeszug des Vulkangesteinsmehls aus Kitzbühel.
Er erkannte sofort, daß das Einblasen des Vulkangesteinsmehls in die Gülle (30-40 kg/m3) ein zukunftsweisender Weg ist, um die Fäulnis der Gülle in die gewünschte Rotte zu wandeln - mit dem schönen Nebeneffekt eines gesünderen Grünlands und einer höheren Grundfutterverzehrsleistung (bis 15% höher).

1988 Die Gründung von BIOLIT

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DI Abermann begeisterte sich für feinst vemahlenes Vulkangesteinsmehl und schwärmte von einer Mahlanlage, die eine gleichbleibend konstante, deutlich feinere Vermahlung realisieren konnte. Solch eine Anlage gab es bis zu diesem Zeitpunkt nirgends in Europa.
1988 konnte die Firma Pfeiffer Herrn Abermann diesen Wunsch erfüllen und der Betrieb mit einer neuen Walzenschüsselmühle startete.

Diese Anlage ist heute noch in Europa wegweisend:
Es gibt unseres Wissens nach keine weitere Mahlanlage für Vulkangesteinsmehle, die eine garantierte Mahlfeinheit von 0,08 mm in gleichbleibender Qualität erzeugen kann - und dann auch noch in der Lage ist, bioaktive Milchsäurebakterien zu beimpfen (was jedoch erst Jahre später startete - Anm. Red)

Zeitgleich wurde auch eine weitgehend automatisierte Absackanlage installiert, mit der noch heute die 25 kg BIOLIT FEIN plus Säcke und auch die 20 kg BIOLIT ULTRAFEIN plus Säcke zuverlässig in gleichbleibender Qualität hergestellt werden. Mit dem Produktionsbeginn in der neuen Mahlanlage begann das wegweisende Zeitalter feinstvermahlener Vulkangesteinsmehle.

Diese feine Qualität kann bis heute nur vom Hartsteinwerk Kitzbühel geliefert werden und ist einer der großen Verdienste von DI Georg Abermann.
Parallel zum Namen BIOLIT wurde eine eigene Beratungs- und Verkaufsabteilung gegründet und die Auslieferung an die Kunden erfolgte über bestausgestattete Silolastzüge.

1992 Vulkansand für die Landwirtschaft

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Die Mahlanlage wurde um Feinsandsilos (heutiger Produktname: SANDILIT fein) und einen "Grieseauszug" erweitert. Nun konnten Feinsande in der Körnung 0,1-1 mm hergestellt werden und der heute noch beliebte Vulkansand für die Landwirtschaft in der Körnung 0-2 mm (heutiger Produktname SANDILIT medium).

1999 Produkteinführung BIOLIT ULTRAFEIN plus

Die Idee eines ultrafeinen BIOLIT Vulkangesteinsmehls war genauso revolutionär wie die Grundidee von BIOLIT selbst. Wie kann man ein feinstvermahlenes Produkt noch feiner machen, obwohl diese Feinheit mahltechnisch nicht mehr machbar ist?

"Unser Vulkangesteinsmehl muß noch feiner werden!" Das war das Credo von Georg Abermann.

Der Erfindergeist von Richard Cervinka, der 1994 die Leitung der Firma übernommen hat, gab der Idee von Georg Abermann neuen Auftrieb und führte zu einem revolutionären Ergebnis:
Richard Cervinka entwickelte das bisher einmalige "AIR-FLOW-Verfahren": Das gemahlene BIOLIT Vulkangesteinsmehl wird von unten nach oben in einen Turm geblasen. Die feinsten Gesteinspartikel erreichen dabei die größte Höhe und genau dort werden sie abgesaugt. Diese Partikel sind nun so fein wie Tonmineralien - mit bis zu 0,01 mm Durchmesser. Das war die Geburtsstunde von BIOLIT ULTRAFEIN plus, einem marktführenden Produkt für biologische Blattspritzung mit Vulkangesteinsmehlen.

BIOLIT ULTRAFEIN plus schrieb für Anwendungen als Pflanzenhilfsmittel Geschichte. Das Produkt eroberte damit in kurzer Zeit den Obst- und Weinbau in Italien sowie den Gemüsebau und die Ackerwirtschaft in Holland, Deutschland, Belgien, Dänemark, Tschechien,Polen, Ungarn und der Schweiz.

Heute ist dieses Produkt zugelassen für den Ökolandbau in ganz Europa und wird gegen viele Schadinsekten und unerwünschte Pilze eingesetzt. Wesentliche Gründe für den dauerhaften Erfolg dieses Produkts ist seine hohe Wirksamkeit bei jahrzehntelanger, konstanter Produktqualiät und extrem günstigen Ausbringkosten von nur ca. 7 Euro / ha.

2004 Start mit bioaktiven Milchsäurebakterien

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Bioaktive Milchsäurebakterien

Es hat sich schnell herumgesprochen, daß die 11 Hauptnährstoffe und 22 Spurenelemente im BIOLIT wegen der besonderen geochemischen Beschaffenheit des Kitzbüheler Vulkangesteins besonders leicht chemisch verwittern - durch Hydrolyse:
Wenn BIOLIT auf den Boden gelangt und mit Feuchtigkeit und der leichten Säure des Bodens in Kontakt kommt, dann entsteht Kohlensäure und diese wittert die Gesteinspartikel an. Nun können die Bakterien im Boden die Mineralienvielfalt der Vulkangesteinspartikel als Nahrung effektiv nutzen. In der Folge erhöht sich der Elektronenfluß zwischen der Pflanzenwurzel (Rhizosphäre) und diesen Bakterien. Das intensiviert den Nährstoffaustausch. Als Nebeneffekt wird die Pflanze immungestärkt und ist somit resistenter gegen Streßfaktoren, wie z.B. Trockenheit, Staunässe, Schadinsekten, Pilze,etc..

Auf dieser Grundlage baute DI Georg Abermann schlüssig auf: "Wenn wir gezielt Milchsäurebakterien auf die Gesteinspartikel aufbringen, dann sind sie schneller bodenwirksam."

Das passende Material war mit dem "Mikroflor" der Käserei Plangger und seiner hervorragenden Biomelasse leicht gefunden, auch die Vermehrung der Bakterienkulturen gestaltete sich einfach, in verlässlich gleichbleibender Qualität. Letztlich die technische Umsetzung dieser Idee gestaltete sich weitaus komplexer.
Nach vielen Experimenten und Fehlschlägen gelang erst nach längerer Entwicklungszeit ein konstant gutes Ergebnis bei vernünftigem Wartungsaufwand.

Die Details dieser MICRO-INJECTION sind bis heute bestgehütetes Firmengeheimnis.
Die Besonderheit dieser Methode: Die enthaltenen, bioaktiven Milchsäurebakterien verkapseln sich kurz nach der Aufbringung und verbleiben auch für längere Zeit in diesem Zustand. Die Uni Innsbruck hat im Auftrag des Hartsteinwerk Kitzbühel festgestellt, daß ein Großteil der Milchsäurebakterien bei Kontakt mit dem feuchten Boden wieder aktiv werden und sich vermehren. Binnen vier Wochen entwickeln aus 33 Mio Bakterien pro m2 letztlich 66 Mio Bakterien.

Welche fermentierenden Mikroorganismen sind im BIOLIT enthalten?
Photosynthese-Bakterien: Rhodo-Pseudomonas sphaeroides
Milchsäure-Bakterien: Lactobacillus plantarum, Streptococcus lactis
Hefen: Saccharomyces cervisiae (Bierhefe), Candida utilis
Actinomyceten: Streptomyces albus albus (Weißschimmel)
Fermentierende Pilze: Mucor hiemalis, Aspergillus oryzae

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lattobacilli.jpg

2008 EU-weite Ökozulassung

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Die BIOLIT Vulkangesteinsmehle haben eine EU-weite Ökozulassung und sind bei der FIBL in D/CH sowie bei INFOXGEN für Österreich als Bio-Betriebsmittel zugelassen. Die Zulassung muß jedes Jahr neu evaluiert werden.

Dez 2017 DI Georg Abermann geht in Pension

Wir bedanken uns bei DI Georg Abermann für seinen unermüdlichen Einsatz, die Böden mit BIOLIT zu verbessern und wünschen ihm alles Gute für seinen wohlverdienten Ruhestand.

2018 Entdeckung des Wunders von Kitzbühel

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Die Suche nach einem würdigen Nachfolger für Herrn Abermann gestaltete sich für Richard Cervinka schwierig. Per Zufall kam er mit Peter Gockel in Kontakt, der seine Ursprünge eigentlich in der Gewässerökologie hat, sich aber schnell als besonderer Kenner bodenökologischer und mikrobiologischer Prozesse beweisen konnte.
So zeigte er dem Unternehmer bei einer Erstbegehung im Steinbruch ein bislang nicht wahrgenommenes Phänomen, das heute als "das Wunder von Kitzbühel" bekannt geworden ist. Dort entdeckte er auf den Sandhügeln (aus basisch silikatischem Vulkansand) des Werksgeländes kleine, ca. 5cm hohe Ahornbäumchem mit extrem festen Stängeln, hart wie Metallkleiderbügel.

Von Neugier getrieben, grub er einige dieser Bäumchen aus und der Sand roch im Wurzelbereich auffallend stark nach dem typisch erdig-karottigen Waldboden. Dieser Duft entsteht durch bakterielle Aktivität von sogenannten Actinomyceten, die wiederum sehr wichtig für die Bodenfruchtbarkeit und Bodenbildung sind.
Das Wurzelnetz dieser kleinen Bäumchen ist auffallend kräftig und stark verzweigt ausgebildet. An diesen Feinwurzeln haften stabile Ton-Humus-Komplexe, wie spätere Untersuchungen belegten.

Das Faszinierende an dieser Entdeckung: Im Vulkansand von Kitzbühel ist KEIN Stickstoff und nahezu kein Phosphor und kein Kalium.

Die Erklärung: Die stickstoffbildende Wirkung entsteht durch spezielle Bakterien (Stickstofffixiere), wie spätere Laboruntersuchungen zeigten. Vergleichsuntersuchungen mit Weizen zeigten, daß schon vier Wochen nach Auflaufen der Saat auf diesem Sand eine auffallende Humifizierung mit Biofilmen an der Wurzel entstanden ist - ein bislang völlig unbekannte Eigenschaft von BIOLIT. Das Wunder von Kitzbühel liegt darin, daß die Anorganik (also das unbelebte Vulkangestein) durch den Einfluß von Wasser und leichter Säure (Kohlensäure) die Lebensbedingungen von Pflanzen optimiert, sie zugleich streßfester macht und echten Humus in der Rhizosphäre aufbaut, also genau dort, wo die Pflanze die nährstofffördernde Wirkung von Humus am meisten benötigt - und Humus ist die beste Elektronenpumpe, um die Pflanze bestmöglich mit Nährstoffen zu versorgen.

2019 Die Milieuveränderung durch BIOLIT wird meßbar

Gülleanalyse mit Redoxmessungen - Biolit Fein plus

Seit Jahren ist bekannt, wie BIOLIT das Milieu im Boden und in der Gülle verbessert. Die Effekte der bioaktiven Milchsäurebakterien führen zu einer Fermentation und daher werden pathogene Keime zuverlässig ausgeschaltet. Der Effekt der stabileren und streßfesteren Pflanzen läßt sich vordergründig mit der verbesserten Nährstoffverfügbarkeit durch verbesserten Elekronenfluß sowie enzymatische Prozesse erklären.

Es gibt aber Beobachtungen, wie das Verschwinden von Engerlingen oder Drahtwürmern bei Einsatz von SANDILIT Vulkansand, die sicher nicht nur auf die Mineralvielfalt zurückzuführen sind, wohl eher auf Milieuveränderungen, die bislang meßtechnisch nicht faßbar waren. So ist ja bekannt, daß bestimmte Mineralien Mineralmangel z.B: bei Fe, Cu, Mn, Co aggressive Sauerstoffradikale freisetzen kann, die die Pflanzen schwächen und schädigen (Chlorosen, Nekrosen, etc.).
Diese Radikale verschlechtern das Milieu (Stichwort Superoxiddismutase), also die Lebensbedingungen für die Pflanze. Die Gabe von Biolit gibt dem Boden zwar vordergründig verbrauchte Mineralien zurück, in Wirklichkeit reduziert BIOLIT aber die Bildung aggressiver Sauerstoffspezies und entstreßt somit die Pflanzen.

Peter Gockel gelang heuer der Durchbruch, diese Veränderungen über sogenannte Redoxmessungen, einem etablierten, elektrochemischen Verfahren, transparent zu machen. Seit vielen Jahren werden solche Messungen in der Medizin (EEG, EKG) zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt, aber auch in Kläranlagen, der Aquakultur und Biogasanlagen zur Steuerung bakterieller Prozesse.

Mit diesen Redoxmessungen gibt es ein Messverfahren, mit dem sich die "Stressbelastung" vom Boden (bis zum Fertigprodukt) messen läßt. Wichtig ist dabei zu wissen, dass die Belastung umso geringer ist, je kleiner der Redoxwert (Eh, gemessen in mV) ist.

Die Anwendung von BIOLIT setzt Antioxidantien frei und bindet freie Radikale. Das verbessert den Elektronenfluß und somit die Lebensbedingungen für die Bodenbiologie - Engerlinge, Drahtwürmer und evtl. sogar die invasiven Schwarzkopfregenwürmer (Tirol, Salzburg, Schweiz) fühlen sich in diesem aufgewerteten Milieu nicht mehr wohl und verschwinden bei entsprechender Dosierung (10to/ha SANDILIT medium)

Ebenso konnte gezeigt werden, dass der Einsatz von BIOLIT die Menge an freien Radikalen bei Einsatz in der Gülle um 66-150% senken konnte und somit die Gülle als Elektronenpumpe mehr pflanzenverfügbare Nährstoffe OHNE die unerwünschte, aggressive Sauerstoffspezies in einem ausgewogeneren Mix zur Pflanze transportieren konnte. Gülle, die auf diese Weise behandelt wurde, ist daher weniger aggressiv für die Pflanzen, was letztlich in streßfreierem Wachstum (weniger Chlorosen, Nekrosen, etc) mündet.

BIOLIT behandelte Böden zeigen eine signifikante Milieuverbesserung. So ergaben Vergleichsuntersuchungen von ökologisch geführten Grünlandflächen, dass die biolitbehandelten Böden günstigere Redoxwerte von +330 bis +370 mV zeigten (niedrigere Werte sind günstigere Werte). Nicht mit Biolit behandelte, ökologisch geführte Flächen tendieren zu höheren Redoxwerten von +370 bis +440 mV.
Konventionelle Böden tendieren zu höheren Redoxwerten im Bereich +500 bis +600 mV, bei Einsatz von Biolit können diese Werte deutlich günstiger ausfallen mit ca. +450 bis +500 mV.

STEUERUNG des Bodenmilieus durch BIOLIT
Die Gabe von BIOLIT verringert (=verbessert) das Redoxpotential und verbessert den Nährstoff-Fluß sowie den Elektronentransport.
Aggressive Sauerstoffspezies, die sich bei diversen Mangelsituationen einstellen, werden reduziert oder vollständig aufgelöst.
Bereits kleinste Verbesserungen haben große Auswirkungen auf die Bodenbiologie.
So entstehen in kurzer Zeit deutlich streßfreiere Wuchsbedingungen.


Weiterführende Infos auf dieser Website zur Milieusteuerung:
https://www.biolit-natur.com/de/das-kitzbueheler-projekt-milieusteuerung-1.html


Einführende Literatur in das Thema Redoxmessung:

HOFFMANN, M; WOLF, G; STALLER, B. (2007). Lebensmittelqualität und Gesundheit. Bio-Testmethoden und Produkte auf dem Prüfstand, Baerens und Fuss, Schwerin.

STALLER, B. (2007): Weinqualität - elektrochemisch betrachtet. Optimale Nutzung des Potentials. WEINBAU, Heft 22
Link zum Beitrag:
https://www.dguht.de/wp-content/uploads/2016/08/weinbau1.1.pdf

Zur Person von DI Georg Abermann

Georg Abermann

Was Klaus Hipp für die gleichnamige Firma ist, ist für BIOLIT der Dipl.-Ing. Georg Abermann.
Er baute BIOLIT in mühevoller Kleinarbeit als Marke auf und verstand es, die hervorragenden Eigenschaften des speziellen Vulkangesteinsmehls aus Kitzbühel für die Landwirtschaft zu nutzen. Er gilt als Vater des Produkts. Er hat die Idee des BIOLIT Urgesteinsmehls geboren und damit den Grundstein des Erfolgs für dieses wichtige Produkt in der Landwirtschaft gelegt.

Mit viel Liebe und unendlichem Einsatz machte Herr Abermann BIOLIT in mühevoller Eigenarbeit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Bis heute erfreut es sich als effektives, chemiefreies Naturprodukt wachsender Beliebtheit. Die positive Wirkung sprach sich in Fachkreisen herum und schon bald war die Nachfrage so hoch, dass die Anlagen ausgebaut werden mußten, um den Anfragen zeitnah gerecht zu werden.

Mittlerweile ist Herr Dipl.-Ing. Abermann in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. BIOLIT ist heute so wertvoll wie damals und auch die Produktqualität besticht durch ihre hohe Qualität. Dies mag durchaus an der Zugabe von aktiven Milchsäurebakterien liegen, hat aber vor allem seinen Grund in den speziellen Eigenschaften des Vulkangesteins, das am Hartsteinwerk in Oberndorf (Tirol) ansteht. Es handelt sich um ein basisch silikatisches Verwitterungsgestein, dessen Qualität in der Feinstvermahlung heute noch marktführend ist.
Wir sind geehrt, BIOLIT heute in vielen Ländern anbieten zu dürfen und garantieren gleichbleibende Qualität, Natürlichkeit und fachliche Beratung für die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten.

natur nur ausgebeutet in den letzten jahren, jetzt zurück zur natur. böden wurden ausgelaugt, abermann aht stets davor gewarnt. gib dem boden was zurück.

BIO-LIT macht Boden fit.