Biolit im Kompost

Die Top-Tipps zum professionellen Kompostieren mit BIOLIT

Tipp 1: Mehr Mikrobiologie - nur mit Sauerstofflanze
Die Autoren einer Studie stellten fest, daß sich bei Zugabe von Vulkangesteinsmehl der Verlauf der Kompostierung verbessert. Dieser Effekt ist ja nun wirklich hinlänglich für BIOLIT bekannt und wir ja auch von den vielen Kompostierern, die mit Biolit seit Jahren arbeiten, in Anwenderbeobachtungen auch bestätigt. Interessant ist aber folgender Satz aus der Studie:

"Die mikrobielle Aktivität wurde erheblich gesteigert in der mesophilen Phase.
Die Temperaturen in der Rotte waren nach Zugabe des Vulkangesteinsmehls höher und es entstanden mehr Proteine bei erhöhtem Sauerstoffbedarf."

Man beachte: Der höhere Sauerstoffbedarf belegt, daß dieser Kompost mikrobiell wie ein Turbo wirkt und in der Folge eben mehr Sauerstoff verbraucht. Man achte also beim Einsatz von Biolit auf den Sauerstoffgehalt in der Rotte. Nur bei ausreichend Sauerstoff können die Mikros ihren Job perfekt machen. Fertiger Kompost sollte unbedingt 25% Sauerstoff enthalten - ansonsten ist er nicht fertig oder nicht optimal bodenverdaulich. Ist wirklich so. Falls nicht vorhanden, also unbedingt eine Sauerstofflanze kaufen.

Die Lanze von Pronova ist sehr gut: https://pronova.de/produkte/agrarmesstechnik/gasanalyse/1111/sauerstoff/temperaturlanze
Profi im Bereich der Sauerstoffmessung bei aerobem Kompost ist: https://logidatatech.com/de/anwendungen/kompostierung Kann ich nur empfehlen für große Kompostierer, die wirklich aeroben Kompost in bester Qualität liefern möchten.

TIPP 2 "Proteinbildung"
Bei ausreichender Belüftung des Komposts entstehen viele Proteine und polymere Bindungen biogenen Ursprungs. Mit einem derart aufgewerteten Kompost haben Sie eine perfekte Grundlage zur Beimpfung Ihres geschwächten Bodens. Jetzt kann er neue Kraft schöpfen.


Diese Applikation erfordert also vermehrte Sauerstoffkontrolle und evtl häufigeres Umsetzen zur Aerifizierung.

Quelle: Garcia-Gomez, A. & Szmidt, R.A.K. & Roig, Asuncion. (2013). Enhancing of the Composting Rate of Spent Mushroom Substrate by Rock Dust. Compost Science & Utilization. 10. 99-104. 10.1080/1065657X.2002.10702070.

BRANDNEU ERSCHIENEN: Völlig neue Aspekte zur Kompostierung mit BIOLIT und Gärresten.
Wir danken Cedrik Köster für seine Bachelorarbeit über die Kompostierung von Gärresten. Seine Arbeit hat wirklich neue Erkenntnisse über die Aktivierung der Mikrobiologie im Kompost erbracht und zeigt in klaren Worten, wie wichtig ein guter und lebendiger Bakterien-Pilz-Mix ist und wie man ein bodenlebengünstiges Pilz-Bakterienverhältnis mit einem hohen Anteil aktiver Pilze durch einen guten Kompostierprozess erzeugen kann. Das Ergebnis: Ein derart aktiver Kompost benötigt meist weniger Ausbringmenge UND - das ist viel spannender, verbindet sich auch mit ausgelaugten oder mineralverarmten Böden besser als normal kompostiertes Material. Darum ist so ein bodenlebenfördernder Kompost die Quelle für den nachhaltigen Humusaufbau.

Organische Verbindung von Pilzen mit Biolit
Kompost im Thermobild - links aktiv - rechts inaktiv
Linke Hälfte = thermisch aktiv. Rechte Hälfte = inaktiv
Pilz-Flagellaten Interaktion Foto Manuel Wöhler
Organische Verbindung von Pilzen mit Biolit

Der Einsatz von BIOLIT in der Kompostierung besteht in einer meßbar gestiegenen, Aktivität,
der Beschleunigung des Rotteverlaufs und in einer geringeren Geruchsbelastung bei der Kompostierung.
SAB Salzburger Abfallbeseitigung, 1992.

Komposte besitzen eine Humus- und Nahrstoffwirkung, sowie eine phytosanitäre Wirkung
und können der Wasserspeicherung und der Stabilisierung und Pufferung von Böden
dienen.

Vorteile:
.
Steinmehl hatte einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung von CO2. Durch das
Beimengen von feinkörnigem Gesteinsmehl konnte die Freisetzung aller gemessenen
treibhausrelevanter Gase reduziert werden.
Quelle: BOKU

Durch die Beimengung von Zusätzen, wie Gesteinsmehl, in den Kompost, soll die
Rotte gefördert werden (WAGNER, 2004).
WAGNER, H. (2004): Der Einsatz von Steinmehl- Die Aufbereitung von Wirtschaftdünger.
Leonding: Fördergemeinschaft für gesundes Bauerntum.

In "Das Buch vom Steinmehl" wird eine Gesteinsmehlmischung zur Kompostbereitung
beschrieben, welche neben der Förderung der Rotte auch die Lebewesen, wie Bakterien
und Wurmer fördert (SNOEK, 1995).
SNOEK, H. und H. WOLFRATH (1995): Das Buch vom Steinmehl. Entstehung,
Verwendung und Bedeutung im Land- und Gartenbau, Deukalion-Verl. Hils, 2.Aufl., Holm

VAN STRAATEN (2006) ist der Auffassung, dass die Verfügbarkeit verschiedenster
Nährstoffe durch das Gesteinsmehl einen groBen Vorteil für die Landwirtschaft darstellt.
Weitere Vorteile sieht er in der Beeinflussung des pH-Wertes und der
Kationenaustauschkapazitat (KAK).
VAN STRAATEN, P. (2006): Farming with rocks and minerals: challenges and
opportunities. Anais da Adademia Brasileira de Ciencias, 78, 713-747.


GILLMAN (1980) beschreibt eine Korrelation zwischen der Kationenaustauschkapazitat
(KAK) und dem Anteil Gesteinsmehl welcher kleiner als 125 my ist.
GILLMAN, G.P. (1980) : The effect of crushed basalt scoria on the cation-exchange
properties of a highly weathered soil, Soil Science Society of America Journal, Vol. 44, pp.
465-468.

Anwendung findet das Gesteinsmehl als Düngung, Bodenverbesserung,
Pflanzenschutzmittel und in der Tierhaltung als Geruchsbinder und Belüfter von Gülle
sowie auf Stallmist, wodurch Ammoniak gebunden werden soil.
Dadurch würde auch die Gesundheit der Tiere gesteigert (BRAUNER 1974, MÜLLER 1976, AUBERT 1975).
BRAUNER, H. (1974): Die wissenschaftliche Grundlage des organisch-biologischen
Landbaus, Fördergemeinschaft fOr gesundes Bauerntum, Linz/Osterreich.

MÜLLER, M. (1976): Praktische Anleitung zum organisch-biologischen Gartenbau,
9.Auflage, Bauern-Heimatschule, GroBstattenl Schweiz.


SNOEK (1995) beschreibt in seinem Buch vom Steinmehl eine geruchsadsorbierende
Wirkung von Gesteinmehl beim Kompostieren. Durch feinste Gesteinsmehl- und
Tonpartikel werden nach SNOEK flüchtige Bestandteile, wie z.B. Ammoniak oder NH3, an
das Gesteinsmehl gebunden. Erst durch die Pflanzenwurzeln kann dieser Stickstoff
wieder freigesetzt werden und geht so nicht als Nährstoff verloren (SNOEK, 1995).

Gesteine sind in der Lage, Ammoniak zu binden, und es hängt von der Art der Gesteine
und deren mineralogischen Zusammensetzung ab, wieviel Ammoniak sorbiert werden
kann (ADAMS etal.,1964).
ADAMS, R. S., F. J. STEVENSON (1964): Ammonium Sorption and Release from Rocks
and Minerals 1, Soil Science Society of America journal, Vol. 28, American Society of
Agronomy, S.345.

Deutlich gefördert wurde der Nitifikationsprozeß durch die Zugabe von Steinmehl (ZAIED, 1999).
ZAIED, H. (1999): Untersuchungen zum EinfluB verschiedener Zusätze auf den
Rotteverlauf, die Stickstoffdynamik und die Kompostqualität bei der Kompostierung von
Reststoffen aus der Legehennenhaltung, Forschungs- und Studienzentrum für
Veredelungswirtschaft Weser-Ems, Vol. 344, 203.

kompost erfolge mit biolit

BIO-LIT macht Boden fit.