Natürliche Bodenverbesserung am Golfplatz

Das Kitzbüheler Projekt: Mikrobielle Milieusteuerung am Golfplatz

Die Auswirkungen des Klimawandels mit seinem Wechsel aus extremer Trockenheit und heftigen Regenfällen und der Wegfall geliebter Fungizide und sonstiger Pflanzenschutzmittel ab 2022 erfordern ein Umdenken in der Golfplatzpflege.

Die bisherigen Massnahmen in Richtung einer Optimierung von Düngung und Beregnung oder Verbesserungen am Rasen haben häufig nicht mehr die erhoffte Wirkung.

Aus dem Blickwinkel der Natur heraus ist auch ein Golfplatzboden eben nur Boden, der letztlich den Grundsätzen der Bodenökologie folgt. So hat jeder Boden bestimmte Bedürfnisse, die wir leider in Zeiten von schneller-höher-weiter schon lange aus den Augen verloren haben. Hauptsache, die Tees, Fairways und Greens sind schön grün - dann wird schon alles gut - und wenn es nur das geschönte Grün mit aufgetragener Farbe ist, der Golfer will es so haben.
Lange genug haben die Böden dieses Spiel mitgemacht, doch jetzt fordert der Klimawandel und die veränderte Verfügbarkeit von Fungiziden ihren Tribut und viele Böden, nicht nur die Golfplatzböden, kommen aus dem Tritt.

Anforderungen am moderne Golfrasenflächen
Schlaue Füchse haben schon längst erkannt, daß sie das "Hase-und-Igel" Spiel um die beste Düngung oder beste Beregnung nur dann gewinnen können, wenn es gelingt, das Bodenleben am Golfplatz zu aktivieren. Damit reduziern sich auch die Verfilzungsprobleme mit Poa annua (einjährige Rispe).

Die mikrobielle Milieusteuerung nach dem Kitzbüheler Projekt
Mit gezielter mikrobieller Milieusteuerung ist diese Veränderung möglich. Richtig gemacht, bewirkt diese Steuerung eine Reduktion von Schadpilzen wie Schneeschimmel und aktiviert stickstoffbindende Bakterien wie Azotobacter und bewirkt sogar die Lösung gebundenen Phosphors aus der Bodenmatrix.

Wie bekommt man die Verfilzung, Feuchtigkeit und die Pilze ohne Fungizide in den Griff?
Die zentrale Frage der Greenkeeper ist dabei, wie man beim Filz die pilzfördernde Feuchtigkeit ohne Einsatz von Fungiziden in den Griff bekommt, die Gräser streßfester macht und die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erhöht, um Trockenzeiten besser zu überstehen.

Natürlich spricht einiges für den Einsatz von Agrostis oder Festuca (Lolium), aber dieser Rolls Royce unter den Gräsern ist mit heutiger Anwendungspraxis nur schwerlich zu handhaben. Dennoch muss es ein oberstes Ziel bleiben, Lücken im Bestand zu schliessen.

Ein effektiver und nachhaltiger Weg zur Regeneration der Rasenflächen führt über die Milieusteuerung mit dem Biolit Bodenaktivator.

Die zeitgemäße Alternative zu Fungiziden
Durch den Einsatz von Fungiziden erhöht sich der Pflanzenstreß, die Widerstandskraft der Pflanzen wird folglich reduziert. Das wiederum verbessert die Lebensgrundlage der Pilze. Das Konzept des Fungizideinsatzes ist also ein endloser Kampf gegen den Pilz und führt im Laufe der Jahre zu immer größeren Pilzproblemen. Diese pilzigen Böden haben Redoxwerte von 500 mV und höher, ein Zeichen für zuviele oxidative Prozesse im Boden. Solche Böden benötigen Hilfestellungen, damit sie wieder in ihre natürliche Balance zurückfinden können.

Ein gesundes Milieu - mit deutlich weniger Pilzen - kann mit deutlich geringerem Fungizideinsatz aufgebaut werden. Richtig gemacht, erhalten Sie auf diese Weise streßfestere Gräser und eine Belebung der Mikrobiologie, was den Boden luftiger und lockerer macht, die Wasserspeicherfähigkeit erheblich verbessert, die Wurzelmasse erhöht und das gesamte Bodengefüge trotz intensiver Nutzung stabiler macht.

Meßbar ist diese Milieuverbesserung wiederum in deutlich reduzierteren Redoxwerten bei gestiegenem pH und erhöhter Leitfähigkeit: Konventionell geführte Golfplätze haben dann Redoxwerte von 450-550 mV, ökologisch geführte sogar 400-500 mV. Die erzielten Werte sind abhängig von der Bodenart und der tatsächlichen Bodenbelebung. Greens und die Tees reagieren schneller auf diese Milieusteuerung als die Fairways.

Einsatz von basisch silikatischem Vulkangesteinsmehl zur Milieusteuerung
Um diese Verbesserungen in den Werten zu erzielen, ist eine Behandlung mit basisch silikatischem Vulkangesteinsmehl oder Vulkansand erforderlich. Der Mineralmix des Vulkangesteins von Kitzbühel ist ideal in seiner Zusammensetzung für die Anwendung am Golfplatz: Sein hoher Anteil an SiO2 (50%) macht die Gräser und Wurzeln streßfester und reduziert die Andockmöglichkeiten für Pilze.
Die Milchsäurebakterien im BIOLIT erzeugen eine Art Schutzschild und hindern Pathogene an der Ausbreitung. Schwefel, Eisen und Molybdän optimieren die Nitrogenase - und interessanterweise wird die N-Fixierung der Azotobacter durch die reduktive Wirkung des Vulkangesteins deutlich erhöht.

Anwendungsempfehlung für Greens und Tees:
Für die wöchentliche Behandlung der Greens / Tees machen Sie eine Spritzlösung aus Wasser und BIOLIT ULTRAFEIN plus: 2-3 kg/ha, aufgelöst in 200-400 Liter Wasser.

Das Ultrafein löst sich leicht und vollständig in kaltem Wasser. Es gibt keine Probleme mit den Düsen, Pumpen oder mit Ablagerungen in den Rohren.

Mehr als 5 kg / ha sollten nicht gefahren werden, eine Überdosierung ist jedoch nicht möglich. Wir empfehlen einen wöchentlichen Einsatz in der Saison. Das Produkt ist auch für Biobetriebe zugelassen.


Weitere Infos erhalten Sie gern von der BIOLIT Fachberatung, Peter Gockel Tel 0043-5356-64333-39.

BIO-LIT macht Boden fit.